Wie schnell und einfach ein derartiger Überfall vonstatten geht, offenbaren neue Aufnahmen der Bundeswehr. 1 Diese Entwicklung ist vor allem den Problemen an Land geschuldet: Der Konflikt in Somalia ist derzeit so weit von einer Lösung entfernt noch nie wie – was op-timale Voraussetzungenren und Weiterhin wird auch die Versorgungssicherheit beispielsweise der USA mit arabischem Öl und der Handel mit der arabischen Welt durch die Piraterie berührt. Ob die Piraten weiterhin so schnell den Angriff aufgeben, wenn mehr Handelsschiffe mit bewaffneter Begleitung vor Somalia fahren, bleibt offen. Einsatz vor Somalia: Die deutsche Fregatte "Rheinland-Pfalz" stellt ein Piratenboot. Mutmaßliche Piraten aus Somalia, von der französischen Marine im Golf von Aden festgesetzt. Die ‚Piratenstädte‘ Eyl und Hobyo sind, im somalischen Sinne, Boomtowns. Schon Pompeius bekämpfte die Auswüchse der Piraterie im Jahre 67 vor Christus an der kilikischen Küste erfolgreich mit der gesamten römischen sowie bundesgenössischen Flotte zu Wasser (300 – 500 Schiffe) und besetzte das Land mit den entsprechenden Legionen (rund 120.000 Mann). Vielfältige Abwehr-Methoden Weil nicht jedes Schiff mit Patrouillenbooten begleitet werden kann, greifen immer mehr Kapitäne zur … Der kurze Blick in die Geschichte zeigt, dass die wirksame Bekämpfung der Piraterie auf See beginnt und sich zu Lande fortsetzt. Piraterie ereignet sich heute im Besonderen entlang des Krisenbogens von Südostasien über den Nahen Osten bis hin zum Golf von Aden. Weiterhin ist sie für den Warentransport von Europa in die asiatischen Staaten unerlässlich. Juni verlängert wurde. Security Explorer 2010. Rund 20.000 Schiffe nutzen diese "Sea line of Communication" jährlich, nahezu 12 Prozent des seegestützten Öltransports verlaufen entlang dieser Wasserstraße, die hierbei über den Suezkanal, das "Tor der Tränen" – den Bab el-Mandeb am südlichen Ausgang des Roten Meeres – sowie den Golf von Aden verläuft. Die Trias staatlicher Ordnung: Sicherheit-Wohlfahrt-Legitimation/Rechtsstaatlichkeit, auf somalischem Territorium ist zusammengebrochen, eine weitgehend machtlose Regierung agiert aus dem Exil. Die Räume könnten jedoch relativ leicht gesprengt werden. Die 3.300 Kilometer Küstenlinie Somalias eröffnen Piraten ein Operationsgebiet von 2,5 Millionen Quadratkilometern. Zusätzlich haben die Piraten in letzter Zeit immer mehr auch im Golf von Aden, also zwischen Somalia und Jemen, zugeschlagen. Viertens besteht die Gefahr, dass sich somalische Piraten und deren Clans im Süden der islamistischen Gruppe al-Shabaab annähern oder zumindest mit ihr kooperieren. Entsprechend sind auch die Außenhandelsinteressen des Exportweltmeisters Deutschland betroffen. Die Piraterie vor der Küste Somalias am Horn von Afrika bedrohte vor allem in den Jahren 2000 bis 2011 wichtige internationale Schifffahrtsrouten sowie die Lieferung von Nahrungsmittelhilfe für Millionen Somalier. Auch die westafrikanischen Gewässer zählen ebenso wie die lateinamerikanischen zum Operationsgebiet modernen Seeräubertums. Die Piraten Somalias sind ein Gemisch aus einfachen Familienclans, losen Gruppen und organisierten Banden. Nach Informationen der Bundeswehr stammen die Bilder allerdings nicht aus einer einzigen Videosequenz, sondern sind nachbearbeitete Fotos von verschiedenen Einsätzen.Foto-Serie Piraten kapern Frachter im Golf von AdenKampf gegen Piraten 500 Kriegsschiffe erforderlich Tödlicher Irrtum Inder versenkten wohl Fischtrawler. Das Geschäft der Piraterie floriert und so drängen immer mehr junge Männer aus dem Landesinneren an die Küste, um sich den Piraten anzuschließen – ähnlich wie in den frühen 90er-Jahren die Mooryaan in ihrer Gier nach Sex, der Droge Khat und Geld in Mogadischu. Insbesondere entlang der Küstenlinien fragiler oder zerfallener Staaten oder der Gebiete, in denen ein umfassender Schutz der Schifffahrtswege aufgrund geographischer Gegebenheiten, mangelnden politischen Willens oder schwacher maritimer Fähigkeiten der Anrainerstaaten derzeit nicht gewährleistet werden kann, tritt Piraterie in Erscheinung. Weltweit suchen Reeder nach Methoden, wie Piraten von Überfällen abgehalten werden können. Der versuchte Überfall auf den US-Luxuskreuzer Seaborne Spirit im Juni 2005 brachte das Phänomen der Piraterie an der Küste Somalias auch in den Blickpunkt der westlichen Medien. Alleine wird Somalia aus dem Strudel des beinahe 20jährigen Bürgerkrieges nicht herausfinden! Die Aufnahmen zeigen, wie die Piraten mit Schnellbooten Frachter ansteuern, die im Golf von Aden unterwegs sind. Die Piraten fordern nun Lösegeld. Felder aus. Geiselhaft somalischer Piraten. Piraten-Abwehr Schmierfett und Schallkanonen 24.11.2008, 09:07 Uhr Um ihre Schiffe vor Piraten zu schützen, greifen Reeder auf Ideen zurück, die … Seitens der Europäischen Union wurde im Sommer 2008 erwogen, eine maritime Operation im Golf von Aden zum Schutz der humanitären Hilfe durch das WFP und der Handelsschifffahrt durchzuführen. Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online.de Browser: jetzt den t-online.de Browser installieren, Bundeswehraufnahmen von den Überfällen (Fotos: Marine), So steht Deutschland beim Impfen weltweit wirklich da, Massiver Felsrutsch von berühmten Kreidefelsen bei Dover, Frau filmt Tanz – und ahnt nicht, was hinter ihr passiert, Hochwasser sorgt für Rhein-Pegel von mehr als 8,20 Meter, Mögliche Zufluchtsorte und Häfen der Piraten, Hollywoodstar Christopher Plummer ist tot, Diese Teams konnten den Super Bowl gewinnen, Super Bowl sorgt für große Snack-Nachfrage, Das sind die innovativsten Länder der Welt. Rund 90 Prozent aller Transits zum Suezkanal liefen durch diesen ersten Sicherheitskorridor entlang des Golfs von Aden. In Somalia gelten die Piraten als Volkshelden. Ralph Klein: Moderne Piraterie – Die Piraten vor Somalia und ihre frühen afrikanischen Brüder. Deutsche Telekom gibt Flüchtlingen eine Perspektive. Zudem können einzelne Staaten, etwa Russland, Japan oder China auf Grundlage der Sicherheitsratsresolutionen in der Region operieren und auch in die somalischen Hoheitsgewässer eindringen. Die Piraterie bleibt ein Millionengeschäft. Es sammelt Meldungen über Piraterie und wertet sie aus. Ein, wie sich zeigen sollte, durchaus lukratives Geschäft. Sie seien es, die die Operationen planen und finanzieren würden. So wurde zunächst der Aufgabenbereich der CTF 150 ausgeweitet. Wie lange die Staaten zudem bereit sind, die kostenintensiven Marineoperationen weiter durchzuführen, bleibt abzuwarten. Küstenwache verschrieben haben. Entsprechend verfügen diese Gruppen über ein hohes Maß maritimer Kenntnisse, etwa bezüglich der Eigenheiten der regionalen Gewässer, der Navigation und der taktischen Erfordernisse auf See. Für die 48 Besatzungsmitglieder wurde ein Lösegeld von je 5.000 US-Dollar gefordert. Vor Somalia fahren kaum noch Schiffe ohne bewaffneten Schutz. Quelle: David Petrovic: Piraterie in den Gewässern vor Somalia. Schutz deutscher Schiffe vor Somalia Privatfirmen sollen Piraten abwehren Piraterie auf den Weltmeeren wird zunehmend zum Problem- auch für deutsche Schiffe. Das neue Staunen über die Streitkräfte Absurdistans. Militärische Bekämpfungsstrategien zu Wasser. Die Piraterie vor der Küste Somalias am Horn von Afrika bedroht wichtige internationale Schifffahrtsrouten sowie die Lieferung von Nahrungsmittelhilfe für Millionen Somalier. Zweitens müssten einerseits zwingend Operationen gegen die Mutterschiffe, andererseits Operationen zu Lande durchgeführt werden. So mussten somalische Fischer hilflos mit ansehen, wie modern ausgerüstete Fangflotten aus Europa, Pakistan, Japan, Taiwan und dem Jemen, um nur einige zu nennen, illegal in den Gewässern fischten und ihnen die Nahrungs- und Erwerbsgrundlage entzogen. Lieder der amerikanischen Pop-Sängerin jagen die Angreifer vor dem Horn von Afrika davon. Im Jahr 2008 wurden die Gewässer vor Somalia zur ‚Piracy Prone Area‘ schlechthin, und dies trotz der in diesen Gewässern operierenden internationalen Kriegsschiffe der Combined Task Force 150 (CTF 150) im Rahmen der Operation Enduring Freedom (OEF). So werden Ablenkungsmanöver ausgeführt, um die Kriegsschiffe der internationalen Staatengemeinschaft aus der eigentlichen Angriffszone herauszulocken und das Operationsgebiet wird – das zeigen die Überfälle im ersten Quartal 2009 – deutlich über die 800-Seemeilengrenze ausgeweitet. Denn die Auswirkungen der somalischen Piraterie erstrecken sich über mehrere Ebenen. Seit der Zeitenwende 1989/90 fanden sich die somalischen Gewässer regelmäßig in den Piraterie-Warnungen des International Maritime Bureau (IMB) wieder. 18 Schiffe und 320 Seeleute haben die somalischen Seeräuber in ihrer Gewalt. Eine einheitliche Verteilung der Piraterie ist weltweit nicht erkennbar, sie ist jedoch kein regionales, sondern ein globales Problem. Das Schiff, die Adis 13, ist unter der Flagge der Komoren unterwegs, die Crew stammt aus Sri Lanka. Sollten die Piraten trotzdem versuchen, das Containerschiff zu entern, warten an der Reling Stachelraht und als letzte Abwehr 130-Dezibel-Signalhörner. Das Land ist in drei Einflusssphären zerbrochen: Somaliland im Norden, Puntland im Nordosten und ein von der islamistischen Organisation al-Schabaab größtenteils kontrolliertes Süd-Zentralsomalia. In der Folge setzte ein Wandel von der Abwehr der ausländischen Fischer hin zum Angriff und Kidnapping ein. Interessen der internationalen Staatengemeinschaft. Innerhalb kürzester Zeit gelingt es den Männern, an Bord zu kommen und das Kommando zu übernehmen. Entlang der Küstenlinie des Horns von Afrika verläuft eine der weltweit wichtigsten seewärtigen Handelsstraßen. 251 Piratenangriffe gab es 2008 weltweit. Das Engagement der internationalen Staatenwelt vor der Küste Somalias verdeutlicht, welche Bedeutung der Sicherheit der Seewege beigemessen wird. Drittens verdeutlichen die Überfälle, dass die somalischen Piraten sich taktisch den Gegebenheiten angepasst haben. Die von der EU zugesagten Mittel sind ein Anfang, reichen aber bei Weitem nicht aus – denn die Sicherheitslage bleibt, das verdeutlichen insbesondere die Kämpfe der letzten Tage in Mogadischu, angespannt. Die 330 Meter lange „Sirius Star“ war das größte Schiff, das je … Sie nutzt Hits von Britney Spears zur Abschreckung von Freibeutern am Horn von Afrika. Seit Ende der 1990er-Jahre warnt das ‚International Maritime Bureau‘ vor der Piraterie in den somalischen Gewässern und empfahl, diese im Abstand von 50 Seemeilen zu umfahren. Eine neue und nunmehr regelmäßig anzutreffende Taktik der modernen Seeräuber spricht dagegen: Ein russisches Handelsschiff unter bewaffnetem Schutz wurde mit einer Vielzahl von Skiffs angegriffen. Foto-Serie Piraten vor Somalia Google Earth Mögliche Zufluchtsorte und Häfen der Piraten Bald 1400 Soldaten im Einsatz? Denn die Subsistenzwirtschaft Somalias ist im Besonderen von der Fischerei abhängig. Zweitens wird die Piraterie aufgrund ihrer gewinnbringenden Möglichkeiten zu einem Wirtschaftszweig, dem sich nicht nur die Fischer und ehemaligen Angehörigen der Marine bzw. Die Alternativroute etwa für kleinere Tanker aus dem Persischen Golf zu jener durch den Golf von Aden und den Suezkanal verläuft entlang der afrikanischen Küste hin zum "Kap der Guten Hoffnung" an der Südspitze Afrikas und dann in die USA. Rund 25 Piraten beschossen den Luxuskreuzer etwa 100 Seemeilen vor der somalischen Küstenlinie mit AK-47-Gewehren und RPGs. Denn trotz des Umstandes, dass ausländische Kriegsschiffe in der Region patrouillieren und gezielt gegen Piraten vorgehen, gelingt es den somalischen Seeräubern immer wieder, spektakuläre Überfälle durchzuführen. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Zu den organisierten Gruppen zählen neben Fischern auch Angehörige der Küstenwache und der Marine, die im Zerfallsprozess ihre Einkommensgrundlage verloren und in ihre Dörfer zurückkehrten. Kommentar: Nationale Identitäten – die neue Gefahr in uns. About Press Copyright Contact us Creators Advertise Developers Terms Privacy Policy & Safety How YouTube works Test new features Besonderes Augenmerk ist auf die weitere Entwicklung der islamistischen al-Shabaab zu richten, die weite Teile Süd-Zentralsomalias kontrolliert. Im Beziehungsgeflecht zwischen Somalia, Äthiopien, Eritrea und Kenia hätte die Destabilisierung der Region globale Auswirkungen, einerseits im Hinblick auf die Sicherheit der Seewege, andererseits mit Blick auf die terroristische Gefahr. Mit diesen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates wurde der Tatsache in Somalia Rechnung getragen, dass ein Failed State seine eigenen hoheitlichen Rechte aufgrund des de facto nichtexistenten Gewaltmonopols zu Lande, zu Wasser und in der Luft nicht länger wahrnehmen kann. Verlag Assoziation A, Berlin / Hamburg 2012, ISBN 978-3-86241-416-1. Afrikanische Clan-Chefs wie Abschir Abdillahi oder Mohamed Abdi Garaad sollen in Somalia Truppen mit bis zu 800 Piraten kontrollieren. Sie verbindet Europa mit der arabischen Halbinsel und ist zugleich Ausgangspunkt für die Kaproute, welche die arabische Welt mit den USA verbindet. Diese Syndikate verfügen über das nötige Equipment, einen Supertanker wie den VLCC Sirius Star zu orten und zu boarden, und über die Fähigkeit, ein solches Schiff in den Zielhafen zu segeln. Regionale Warlords und Clanführer stehen einem Netzwerk vor, an dessen Ende die somalischen Fischer die Überfälle ausführen. Besonders häufig sind Piraten-Angriffe ganz allgemein in den Gewässern rund um Somalia, aber auch in asiatischen Gewässern wie der Straße von Malakka sowie im Südchinesischen Meer. Eine islamistische Terrororganisation mit maritimen Fähigkeiten in dieser strategisch bedeutsamen Region würde die internationale Staatenwelt in besonderer Weise gefährden und herausfordern. Es kam vermehrt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen somalischen Fischern und den ausländischen Trawlern. Rund tausend Piraten operierten von der Küste Somalias aus im Indischen Ozean und im Roten Meer. Oswald Morris Wynd): Piraten in Drittens betrifft die Piraterie auch die Interessen der Industrienationen, etwa im Lichte der Sicherheit der Seewege und, besonders in dieser Region, auf die Versorgungssicherheit mit Öl. Erinnert sei an dieser Stelle an den Anschlag auf den Tanker Limburg 2002 oder den gescheiterten Anschlag auf die Takasuza 2004, die sich zum Angriffszeitpunkt am irakischen Öl-Terminal al-Basra zu einem Beladevorgang aufhielt. Seite 1 — Piraten vor Somalia Seite 2 — Seite 2 Seite 3 — Seite 3 Die mutmaßliche Entführung zweier deutscher Touristen von einer Jacht … Armut, Perspektivlosigkeit und die Erfahrungen aus beinahe 20 Jahren Bürgerkrieg bildeten den Nährboden für Piraterie. Piraten könnten darüber hinaus erfolgreicher bekämpft werden, wenn politische Anstrengungen auf die Entwicklungszusammenarbeit mit Somalia, dem Ursprungsland der Piraten, die Verfolgung der Lösegeldströme und die Lösung Wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser, um schneller und sicherer zu surfen. In 12 Fällen konnten die Piraten abgewehrt werden. Biometrie – besser die Finger davon lassen? Um ein Schiff wie die Sirius Star mit einem Gegenwert von mehreren Milliarden Dollar in punkto Lösegeldforderungen zu betreiben, sind entsprechende Strukturen an Land von Nöten. Mehr noch wurde die Überfallrate des Jahres 2008 mit 111 gemeldeten Übergriffen bereits im Juni dieses Jahres überschritten. Die Statistik zeigt die Kosten für Sicherheitsausrüstung zur Abwehr von Piratenangriffen vor der somalischen Küste im Jahr 2013 an. August 2008 wurde durch die USA eine ‚Maritime Security Patrol Area‘ (MSPA) eingerichtet, in der die Handelsschiffe durch die Kräfte der CTF 150 verstärkt beobachtet wurden. Die 3.300 Kilometer Küstenlinie Somalias eröffnen Piraten ein Operationsgebiet von 2,5 Millionen Quadratkilometern. So berührte die Situation vor Somalia spanische und französische Fischereiinteressen, da die Fangflotten beider Staaten die Gewässer der Seychellen vor Somalia regelmäßig auf der Jagd nach Thunfisch anlaufen.